Ich bin unorganisiert, verpeilt und unmotiviert, ich muss aber trotzdem mein Leben auf die Reihe bekommen. Dabei helfen mir so ein paar Dinge, die mir in letzter Zeit echt den Arsch gerettet haben. Es ist noch lange nicht gut, aber ich werde besser und weil mein Wandel so schrecklich schön simpel ist, möchte ich ihn schnell mit euch teilen.
Zwei-Minuten-Regel
Zum Lernen eines ganzen Zeitmanagementsystems bin ich zu faul und es ist mir zuviel Arbeit. Außerdem bin ich der Typ, der sich dann stundenlang mit der Methode beschäftigt, aber nicht mit den Aufgaben. Was ich aber aus Getting Things Done mitgenommen habe ist die Zwei-Minuten-Regel. Alles was weniger als zwei Minuten dauert, mache ich sofort. Geschirr abräumen, Müll runterbringen, die E-Mail kurz beantworten, eine SMS zurückschreiben, Waschmaschine einräumen etc.. Wie viel Arbeit einfach gemacht ist, weil man sie sofort macht ist ziemlich krass.
Feste Rituale
Ich habe mir ein paar Sachen vorgenommen die ich immer mache. Zum Beispiel “Abends aufräumen”, seitdem sieht die Wohnung viel besser aus. Ich habe eine App die mich jeden Tag daran erinnern, dass ich ein Foto von mir mache, damit ich irgendwann mal so eine coole Slideshow habe. Ich blogge jetzt 14 Tage täglich, damit ich endlich mal wieder ein bissel Output habe. Nur beim Sport klappt das noch nicht. ;)
Evernote und Dropbox
Wie oft habe ich schon einen Link gesucht, oder ein Dokument gebraucht? Ich sammle mein Leben mittlerweile komplett “in der Cloud”, in Evernote wandern alle Links und Listen und meine Unisachen rein und in die Dropbox alles was ich sonst so brauche. Als meine Mutter gestorben ist und ich den Nachlass, zusammen mit meiner Schwester, regeln musste, war mir das eine extrem große Hilfe. Ich hatte einfach immer alles da und konnte mich an die Zwei-Minuten-Regel halten. Viele nervt es von unterwegs noch was zu machen, ich finde es total praktisch, wenn ich die Zeit im zZg oder in einem schlechten Seminar nutzen kann
Außerdem finde ich im Moment alles wieder, es geht keine Zeit mehr für die Suche nach einem Link drauf. Für mich eine große Erleichterung. Man muss nicht die Cloud benutzen, es reicht auch ein großer USB Stick.
0 inbox
Eine leere E-Mail inbox ist super und ich vergesse keine wichtigen E-Mails mehr. Aber 0 inbox geht noch weiter, ich versuche jetzt auch meine “Read it later”-Liste Abends wegzulesen. Wenn ich jeden Abend die Artikel lese, dann staut es sich gar nicht erst aus und ich erlebe kein Frustrationsmoment, wenn ich reingehe und 50 ungelesene Artikel vor mir habe.
Kalender pflegen
Unter die Zwei-Minuten-Regel fällt auch das Kalenderpflegen, wenn man immer ALLES und SOFORT einträgt, dann kommt es ganz selten dazu, dass man etwas vergisst und man hat einen viel besseren Überblick, was man noch so zu tun hat. Dabei ist es auch vollkommen egal, ob es ein Papierkalender ist, oder ob man in digital pflegt.
Doofe Sachen nicht lesen
Früher habe ich immer alles fertig gelesen. Heute lese ich Sachen auch mal nur an und kicke sie dann wieder aus meinem Device. Das gilt sowohl für Artikel, als auch für Bücher. Ich muss mein Leben nicht mit doofen Geschichten oder schlechten Artikeln verschwenden.
Hinnehmen
Ich habe meine Internetsucht akzeptiert und seitdem kann ich mein Handy auch mal beiseitelegen und erst Abends gucken was so auf ADN geht. Klingt paradox, ist aber so. Außerdem: Man verpasst in der Regel ja nichts, wenn man mal eine Weile offline ist.

